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Bear Machine Industries

Winter

by Locas In Love

/
1.
01:17
Vergrab mich im Packeis und hol mich erst wieder raus wenn die Forschung weit genug ist um meine Wunden zu heilen. Meine zarten Knochen, meinen dummen Kopf, mein gebrochenes Herz, meine beschädigte Seele. Vergrab mich im Packeis und hol mich erst wieder raus wenn die Forschung weit genug ist, mich wieder ganz zu machen. Dann füll die Lücken in mir, Schließ die Löcher, Vergrab mich im Packeis.
2.
02:55
Alle sind allein Alle sind so allein Jeder hat ein Geheimnis Ich verrate dir meins Mir ist nicht kalt, ich habe einfach nur Angst Hast du die Musik gehört vor dem letzten Tanz Schlag die nächste Seite auf, ich bin noch nicht bereit zu gehen Kannst du mich begleiten und dann neben mir stehen Schließ die Augen und Fenster und Türen Alles was von außen kommt möchte ich nicht hören Die große Stille und die große Dunkelheit holen uns ab und verschlucken uns beide Alle sind allein Alle sind so allein Jeder hat ein Geheimnis Ich verrate dir meins
3.
03:18
Ich bin keine Maschine ich werde nicht funktionieren es geht nicht gut, ich bin keine Maschine. Du sagst mir: wenn es so kalt ist draußen, wenn die Bäume aussehen wie Skelette und es nicht mal echten Schnee gibt sondern nur diesen Graupel und dein ganzer Körper steif ist von der Kälte, dann möchtest du dich zusammenrollen und aufgeben, weil du so glasklar siehst, daß dir eine Richtung fehlt. Und die Angst wird alles, was gültig ist, aufheben und du gluabst es gibt keinen, der diese Leere aushält, denn du bist keine Maschine, du wirst nicht funktionieren, es geht nicht gut, du bist keine Maschine. Ich sage dir: sie wollen doch, daß du Angst hat. Daß du dich leer fühlst und richtungslos und nicht weißt, wohin mit dir und daß du aufgibst und dich selbst aufgibst und was du weißt und daß du nur um es zu ertragen funktionierst. Aber du kannst ihren Staat nur zersetzen durch deine Hoffnung, schreib es auf ein Kalenderblatt, ritze es in Schulbänke. Ich will diese Parole an Wänden sehen und auf Rucksäcken und Kälte hin oder her: ich will nicht aufgeben. Ich bin keine Maschine ich kann nicht funktionieren, ich probiere es immer wieder als Weihnachtsgeschenk für meine Eltern, als Übung in Selbstdisziplin aber es geht nie gut. Ich bin keine Maschine ich werde nicht funktionieren es geht nicht gut, ich bin keine Maschine. Ich bin keine Maschine Ich bin keine Maschine Kälte hin oder her ich werde nicht funktionieren
4.
Ich brauche immer etwas Zeit, ich brauche immer etwas länger bis ich bereit bin, mich auf Dinge einzulassen, die ich kenne, von denen ich weiß, wie sie sich anfühlen so wie bestimmte Orte, an denen die Zeit stehenbleibt. Ich war schon so häufig dort. Ich komme am Samstag mit dem Zug an, kann mich jemand abholen? Es wird immer kälter, es bleibt immer kürzer hell. Immerhin bin das nicht ich, das ist nur die Welt und der Moment kommt näher, wenn die Zeit stehenbleibt, ich schließe die Augen, halte die Luft an. Ich bin bereit. Mein Atem gefriert und er sieht aus wie geheime Botschaften in Rauchzeichen. Aber das bin nicht ich, das ist nur die Welt und nichts ist geheim. Es ist einfach nur kalt.
5.
02:16
Es wird wieder kälter. Ein Winter wie das Ende der Welt. Die Stimmen im Radio verschwimmen im Rauschen, sie klingen Jahrhunderte alt. Doch was kümmert uns das hier am Ofen? Das Feuer ist hell und heiß. Wir haben uns und genügend zu essen; und niemand weiß, daß wir hier sind Hier werden wir älter. Die Jahre ziehen vorbei. Man wird uns vergessen, so lange wir hier sind. So lange der Winter noch hält. Doch was kümmert uns das hier am Ofen? Das Feuer ist hell und heiß. Wir haben uns und genügend zu essen; und niemand weiß, daß wir hier sind So lange wir hier sind, so lange wir hier sind, So lange der Winter noch hält.
6.
03:03
Vor zwei Jahren war der Aachener Weiher zugefroren, man konnte von einem Ufer zum anderen übers Wasser gehen, so kalt war es. Als nicht mehr alle Züge fuhren war es als bliebe diese Stadt tatsächlich stehen. Ich mag es, wenn alles langsam wird und Still, ich mag es, einen Vorwand dafür zu haben, daß ich nicht gerne aus und unter Menschen gehen will, ohne etwas über mich zu verraten. Ich mag das Geräusch von Motoren, die nicht anspringen, von absterbenden Autobatterien, vom Stapfen im Schnee und kein Geräusch zu hören von Sachen und von Dingen, die außerhalb dieser vier Wände geschehen. Ich kann heute jedenfalls nicht kommen, nicht arbeiten oder proben, in die Kneipe, ins Konzert, was auch immer. Erstens fahren weder Bahnen noch Züge, nehme ich an, zweitens gehe ich jetzt die Vögel vor dem Fenster füttern. Für den Umsturz, den wir planen, ist noch bis Frühling Zeit, für unsere Versöhnung, das große Treffen, die nächste Platte, an der wir arbeiten. Und der ganze Quatsch, der uns immer nur aufhält hat ein paar Momente Pause, wenn alles langsam wird und still. Ich mag es, wenn alles langsam wird und Still, ich mag es, einen Vorwand dafür zu haben, daß ich nicht gerne aus und unter Menschen gehen will, ohne etwas über mich zu verraten.
7.
Ich war länger nicht mehr hier, aber es hat sich nichts verändert. Vielleicht ist es auch kürzer her, als ich denke, vielleicht ist neue Farbe an den Wänden. Aber an manchen Plätzen sind Gefühle wie einzementiert: wie ich mich letztes mal fühlte, fühle ich mich jetzt. Und wie jetzt beim nächsten mal wenn ich hier bin. Ich weiß nicht ob es gut ist oder schlecht, es ist eben konstant. Ich war länger nicht mehr hier, aber es hat sich nichts verändert. Vielleicht ist es auch kürzer her, als ich denke, vielleicht ist neue Farbe an den Wänden. Ist es hier immer gleich oder benehme ich mich nur gleich, habe ich endlich aufgehört mich zu verändern? Oder gehe ich absichtlich nur an Orte, die sind wie Zement, es hat sich nichts verändert, es hat nichts ein Ende. Ich werde mich für immer so fühlen oder zumindest bis zwei gleiche Schneeflocken auf meine Hand fallen und liegen bleiben werden ich mich für immer so fühlen. Ich war länger nicht mehr hier, aber es hat sich nichts verändert. Ich war länger nicht mehr hier, aber es hat sich nichts verändert. Ich war länger nicht mehr hier, aber es hat sich nichts verändert. Ich war länger nicht mehr hier, aber es hat sich nichts verändert.
8.
02:39
Ich sehe in allen Dinge das Schlechte, das ist Vererbungssache, fürchte ich. Aber in allem Schlchten immerhin das bißchen, was gut ist. So wie du. Ich mag die Erinnerung, wie wir im Dezember bei euch auf dem Dach stehen und alles ganz klar sehen können und wie ich mich daran erinnere, wie es ist, sich auf Dinge zu freuen anstatt einfach nur abzuwarten bis sie vorbei sind. Du bist so schön als wärst du gar nicht echt sondern gemalt oder aus einem Film. Und du erinnerst mich immer wieder daran, daß es nicht nur Unsinn gibt, an den man glauben kann, daß man kein idiot ist oder naiv, wenn man in den Dingen das Gute sieht; solange es einen Grund gibt, solange man einen Grund findet.
9.
04:15
(written by Angelo Badalamenti & David Lynch) Don't let yourself be hurt this time. Don't let yourself be hurt this time. Then I saw your face Then I saw your smile The sky is still blue The clouds come and go Yet something is different Are we falling in love? Don't let yourself be hurt this time. Don't let yourself be hurt this time. Then your kiss so soft Then your touch so warm The stars still shine bright The mountains still high Yet something is different Are we falling in love? Falling, Falling, are we falling in love? Falling, Falling, are we falling in love?
10.
03:14
Erzähle mir etwas, das mir gefällt Von den Vögeln im Garten und den Bären im Wald Von einer Welt in der Welt, meine Lieblingsgeschichte. Erinnere dich, erinnerst du dich, wir müssen nur lange genug warten Dann passiert etwas gutes, so war es doch immer. Nimm mein Gold, nimm mein Kleid, zieh mich an, zieh mich aus, nimm ein Kissen, ich habe zwei, nimm mein Hand und bleib bei mir. Sand, Stein, Wand, Haus, lass uns dieses Zimmer nicht mehr verlassen. Aufstehen, Veränderung, weitergehen, Veränderung, wenn wir älter sind oder besser nie. Ich gehe mir den Eissturm ansehen vom Fenster aus, Ich gehe mir den Eissturm ansehen vom Fenster aus, Ich gehe mir den Eissturm ansehen, kommst du mit, Ich gehe mir den Eissturm ansehen vom Fenster aus.
11.
Bury me in the packice and please don't dig me out until science has devised a way to heal my many wounds. My aching bones, my stupid head, my broken heart, my ruined soul. Lay me down beneath the permafrost and then go away until industry perfects the means to make me whole again. Then fill the void within me, close these dreadful holes, bury me in the packice.

about

After SAURUS had been released we were a bit surprised by its success and wanted to take our time to work on the follow-up. In order to prevent listeners from comparing the two albums and trying to hear the new album as the 'new Saurus' we decided to record an album that would be so different from Saurus that it just weren't possible to hold them against each other and make out the better one. Also, we had been toying with the idea to put out a seasonal 7" for a long time. That 7" then became an entire album, which we recorded mostly in living rooms instead of proper studios. This is our first and only 'concept album'. It was written and recorded within a very short amount of time and released in late November 2008 on Sitzer Records as a CD and LP.

credits

released November 28, 2008

We started recording WINTER in August 2008 in our living room in Cologne. In September we added some small things at Tarquin Studios in Bridgeport, CT but most of the things that hadn't been done then, we laid down at Sam's & Julie's place in Bushwick Brooklyn, NY (Skapegrace Church).
At the end of the month we returned home and finished the last bits and pieces – again in the living room.
Whenever we weren't recording, Niklas ran back to his flat and mixed our tracks at hilarious times of day. Maybe one week in early October was like that, then - he didn't even go to work anymore.
Kai Blankenberg mastered the album at his Skyline Tonfabrik Düsseldorf on Oct 9 2008 and shortly after a second time because some things weren't perfect yet and also, two songs had been remixed. But we finished the whole thing in October.

Lyrics & Music Björn, Niklas, Stefanie, except Falling (David Lynch, Angelo Badalamenti) and Ring Of Fire (June Carter, Merle Kilgore).
Sound engineer: John Nicholas Johnson. For Piano, Organ and some Guitars in Bridgeport Greg Giorgio took over.
String arrangements by Peer Göbel.

Original artwork by Stefanie (stefanieschrank.com.

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